Ein täglicher Gedanke in Zeiten des Virus – Tag 83

Ich will dich preisen mein Leben lang,
in deinem Namen meine Hände erheben.
Ps 63,5

Mit dem heutigen Gedanken endet meine Serie mit erbaulichen, tröstlichen und stärkenden Texten gegen die Krise. Mit dem Ende der ausserordentlichen Lage kehrt Stück für Stück auch in meinen Pfarralltag wieder ein Stück Normalität zurück.

Im Rückblick auf die vergangenen Wochen und Monate darf ich sagen, ich bin dankbar. Wir haben die Krise besser überstanden, als ich es Mitte März befürchtet habe. Die Spitäler und die Menschen in der Medizin kamen an ihren Anschlag, aber wir wurden davor bewahrt, dass das Gesundheitssystem zusammenbrach. Es gab keine Massenbeerdigungen und wo in dieser Zeit bei uns Menschen starben, war doch ein Stück weit eine normale Trauerbegleitung möglich. Zwar konnten wir nicht wie sonst als Gemeinde in einer vollen Kirche Abschied nehmen, aber doch wenigstens im Familienkreis am Grab. Mit Schutzkonzept und Abstand, aber doch in Würde und gehalten in der Liebe Gottes.

Auch als Gemeinde sind wir bewahrt worden. Ja, wir mussten auf vieles verzichten. Es fehlte und das schmerzt. Dafür war neues möglich. Unsere Auffahrts- und Pfingstgottesdienste zum Bespiel. Getrennt und doch zusammen teilten wir etwas von der Hoffnung, die wir in Jesus Christus haben. Danke all jenen, die mit ihren Beiträgen dies möglich machten!

Von einigen hörte ich, dass sie meine Gedanken ausdruckten und an Nachbarn und Freunde weiterverteilten, die keinen Internetzugang haben. Toll, dass dies möglich war. Herzlichen Dank fürs Teilen.

Ich bin dankbar. Ganz vielen Menschen, die auf welche Weise auch immer ihre Hoffnungen, Ängste, Sorgen und Freuden mit mir in dieser Zeit geteilt haben. Trotz Social Distancing war viel Nähe möglich.

Am meisten bin ich aber unserem Herrn und Gott dankbar. Ich glaube, bei allem schweren und schlimmen, dass wir in der vergangenen Zeit durchstehen mussten, wurden wir doch vor der ganz grossen Katastrophe bewahrt. Ich fühlte mich getragen und hoffe, ein Stück dieses Getragenseins mit meinen Texten weitergegeben zu haben.

Nun dürfen wir uns wieder zum Gottesdienst und gemeinsamen Gebet treffen. Wir dürfen ihn preisen und unsere Hände erheben. Mögen wir dankbar sein und bleiben. Mögen wir in Dankbarkeit unser Leben führen.

Segen

Möge Gott dein Herz mit Dankbarkeit füllen.
Möge er dich in seiner Liebe halten und dir die Fülle des Lebens zeigen.
Möge er dich tragen, wenn dir die Kraft fehlt und dir Licht sein, wenn dich
Finsternis umfängt.
Möge er bei dir sein und deinen Weg mit dir gehen.
Amen

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