Ich kenne eine Quelle. Ich sitze gern bei…
und betrachte mich in ihr.
In ihr gluckst’s. Gurgelt’s. Sprudelt’s. Spritzt’s. Quillt es hervor. Denn…
Aus ihr kommt der Flow.
Mal leise;
Mal laut.
Mal schäumend;
Mal still.
Mal wie gewohnt;
Mal ganz überraschend – völlig neu.
Um sie, die Quelle, geht es hier und jetzt.
Denn diese Quelle quillt. Quicklebendig, quellwendig, quillt…
… über in die Welt.
Sie hält sich nicht zurück …
… und hält doch alles.
Bahnt einen Weg.
Durch Wüsten und Felsen.
Zwischen Bergen.
Durch Schluchten.
Ihr Wasser – es strömt,
nichts kann es halten.
Es muss fliessen.
Denn es ist im Flow.
Es ist der Flow.
Es ergiesst sich in die Welt.
Auch wenn es über Klippen stürzt.
Fällt.
Zum Wasserfalle wird.
Fällt aus dem Rahmen.
Sucht nicht zu gefallen.
Und doch – es fällt auf!
Es fällt
und bringt zu Fall,
was dem Leben im Weg steht.
Es befreit und belebt.
Bringt Wüsten zum Blühen.
…
Ich weiss eine Quelle.
Ich sitze bei ihr.
Doch kein gewöhnliches Wasser sprudelt aus ihr. Denn…
Meine Quelle
ist sein ↑ Wort.
Ein Ort
zum Klagen
und Danken.
Zum Fragen.
Zum Zweifeln.
Zum Hoffen.
Ein Wort,
das spiegelt
Mich.
Dich.
Den andern.
Die Welt.
Das Spiegelverkehrte auf die Beine stellt.
Das Verkehrte umkehrt.
Den Tod ins Leben wendet.
Es nimmt mich an der Hand.
Es zieht mich mit.
Ich schwimme.
Lasse los.
Lasse mich tragen.
Lasse mich finden.
Und …
… finde mich wieder,
wie er mich schon immer sah:
Lebendig!
Quicklebendig!
Quelllebendig!
In seinem Flow.



