Was soll ich tun?

Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sagten zu ihm: Meister, was sollen wir tun?
Lk 3,12

Liebe Gemeinde

„Was sollen wir tun?“ Eine einfache Frage. Doch auch eine Frage, die viel über den verrät, der sie stellt. Wer danach fragt, was er tun soll, steckt in einer schwierigen Situation. Ein Ausweg aus der Situation ist nicht offenkundig da. Ja, es mag sein, dass es viele schlechte Optionen gibt. Gar mancher Weg führt nur noch tiefer in die Verwirrung.

Wer fragt: „Was soll ich tun?“ wird sich bewusst, dass er in einer Sackgasse steckt. Die Gedanken fangen an, sich zu drehen. Man geht im Kreis. Man hofft, dass eine Lösung von aussen kommt. Man erwartet einen Rettungsring oder eine Hand, die einen aus der Not befreit.

Seelennot – so könnte man kurz und knapp diesen Zustand umschreiben. Es ist diese Seelennot, die die Zöllner zu Johannes dem Täufer führt. Sie spüren, wir sind von Gott getrennt. Wir sind auf dem falschen Weg. Sie glauben, dass sie so, wie sie sind, nicht vor Gott kommen können. Sie können nicht beten. Sie meinen, Gott würde ihnen nicht „zuhören“. Denn als Zöllner machen sie, was falsch ist vor Gott. Sie gehen auf Irrwegen. Sie fühlen sich getrennt von Gott.

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Du bist ein Ton in Gottes Melodie

Eine Predigt inspiriert von Kurt Mikula „Du bist ein Ton in Gottes Melodie

Du bist ein Ton in Gottes Melodie!

Liebe Tauf- und Segnungsfamilie
Liebe Kinder der zweiten Klasse
Liebe Mitfeiernde von nah und fern

„Du bist ein Ton in Gottes Melodie!“ – dieser Satz steht nicht in der Bibel.

Leider.

Er sollte es. Er hätte es verdient, und er würde hervorragend in die Bibel passen. Denn es ist ein Satz, der in einem einfachen Bild eine tiefe Wahrheit fasst.

Das Bild ist schlicht. Du hast es vermutlich schon längst verstanden.

„Du bist ein Ton in Gottes Melodie! Du gehörst dazu. Du hast deinen eigenen Klang. Du bist an der rechten Stelle. Du bist ein Teil dieser wunderbaren Welt, die Gott komponiert hat. Du bist genau richtig so, wie du bist – ein wunderschöner Klang in einer ganzen Welt voller Töne.“

Du merkst: Du hast das Bild verstanden, das in diesem Satz steckt: „Du bist ein Ton in Gottes Melodie!“

Es ist ein einfaches Bild. Aber nicht flach. Es hat Tiefe. Denk einmal darüber nach. Da gehört noch vieles dazu. Vielleicht erkennt man es nicht auf den ersten Blick und hört es nicht beim ersten Hinhören.

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Ein Segenswort auf die Reise des Lebens

„Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit dein Fuss nicht an einen Stein stösst.“
Psalm 91,11f

Liebe Gemeinde
liebe Tauffamilie
liebes Taufkind

Taufe ist ein besonderer Moment. Besonders dann, wenn das Taufkind kein Baby mehr ist, wie es sonst bei uns Tradition ist, und auch kein kleines Kind mehr ist, sondern ein jugendlicher Mensch auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Du, liebes Taufkind, hast dich als junge Frau ganz bewusst für deine Taufe entschieden. Du sagst damit Ja zu Gott. Du lädst ihn ein, an deiner Seite zu gehen. Er soll zu dir gehören. Du willst zu ihm gehören.

Vorher habe ich dir mit dem Taufwasser ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Für einen kurzen Moment konnte man das Kreuz sehen. Das Wasser hat „geglänzt“. Unsichtbares ist sichtbar geworden. Wer genau hingeschaut hat, konnte sehen: „Du gehörst dazu! Du trägst das Abzeichen dieses Clubs auf der Stirn. Du gehörst zum Verein Gottes.“

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Mein Gott. Dein Gott. Unser Gott

Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott, langmütig und reich an Gnade, und einer, dem das Unheil Leid tut.
Jona 4,2

Liebe Gemeinde

Jona ist zornig. Er ist wütend wegen Gott. In ihm brodelt es: „Alles habe ich getan, wie er es mir aufgetragen hat. Ich wurde sein Prophet. Ich wollte nie Prophet sein. Er gab mir den Auftrag. Es war nie meine Botschaft, die ich verkündete. Habe ich mich getäuscht? Trat Gott nicht mit mir in Beziehung?“

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Zwischen Pflicht und Liebe

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1 Joh 4,16b

Von Gott geliebte Gemeinschaft

Es ist kein langes Leben gewesen, das am 21. November 1695 in Westminster bei London sein Ende gefunden hat. Doch es ist Leben gewesen – voller Erlebnisse und Musik. Mit höchstem Glück und finsterstem Unglück. In einer Zeit, die sich fast so schnell verändert hat wie die unsere, hat er sich immer wieder neu den Begebenheiten anpassen müssen. Auf Erfolg durfte er sich nie lange ausruhen. Die Grenze zum Misserfolg war stets nah. Und doch: Sein Leben hat geleuchtet und klingt bis heute nach.

Der Henry Purcell ist mit gerade einmal 36 Jahren gestorben. An welcher Krankheit genau, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Längst hat die Zeit mit sich gerissen, was an ihm sterblich gewesen ist. Sein Werk aber ist unsterblich. Die Zeit kann ihm nichts anhaben. Der Henry Purcell hat Konventionen gesprengt und die Musik seiner Zeit geprägt. Er hat für vier Königinnen und Könige Musik komponiert, bei Krönungen, Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen musikalisch begleitet. So hat er die nachfolgende Generation beeinflusst und unter anderem Georg Friedrich Händel inspiriert, der sein Werk als Vorlage genutzt hat.

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