Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sagten zu ihm: Meister, was sollen wir tun?
Lk 3,12
Liebe Gemeinde
„Was sollen wir tun?“ Eine einfache Frage. Doch auch eine Frage, die viel über den verrät, der sie stellt. Wer danach fragt, was er tun soll, steckt in einer schwierigen Situation. Ein Ausweg aus der Situation ist nicht offenkundig da. Ja, es mag sein, dass es viele schlechte Optionen gibt. Gar mancher Weg führt nur noch tiefer in die Verwirrung.
Wer fragt: „Was soll ich tun?“ wird sich bewusst, dass er in einer Sackgasse steckt. Die Gedanken fangen an, sich zu drehen. Man geht im Kreis. Man hofft, dass eine Lösung von aussen kommt. Man erwartet einen Rettungsring oder eine Hand, die einen aus der Not befreit.
Seelennot – so könnte man kurz und knapp diesen Zustand umschreiben. Es ist diese Seelennot, die die Zöllner zu Johannes dem Täufer führt. Sie spüren, wir sind von Gott getrennt. Wir sind auf dem falschen Weg. Sie glauben, dass sie so, wie sie sind, nicht vor Gott kommen können. Sie können nicht beten. Sie meinen, Gott würde ihnen nicht „zuhören“. Denn als Zöllner machen sie, was falsch ist vor Gott. Sie gehen auf Irrwegen. Sie fühlen sich getrennt von Gott.
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