In aller Munde – unser täglich Brot

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Mt 6,11

Von Gott geliebte Menschen

Es ist ein einfaches Gebet, das Jesus seinen Schülerinnen und Schülern lehrt. Obwohl es kurz ist, spricht es doch die ganze Breite des Lebens an. Kein Wunder, dass es bis heute gebetet wird. Kein Wunder, dass es zu unseren Gottesdiensten gehört.

Die Bitte nach dem täglichen Brot ist die erste Bitte darin. Sie kommt uns selbstverständlich über die Lippen – auch mir.

Doch höre ich noch, worum ich da bitte?

Das tägliche Brot – ja, es steht wie selbstverständlich auf dem Tisch. Am Morgen schmiert man Butter darauf, gefolgt von Confi oder Honig. Man belegt es mit Käse oder Fleisch. Man reicht es zum Salat oder zur Suppe. Man haut sich eine Scheibe ab, wenn einem ein kleines Hüngerlein plagt. Brot ist selbstverständlich.

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Was soll ich tun?

Es kamen aber auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sagten zu ihm: Meister, was sollen wir tun?
Lk 3,12

Liebe Gemeinde

„Was sollen wir tun?“ Eine einfache Frage. Doch auch eine Frage, die viel über den verrät, der sie stellt. Wer danach fragt, was er tun soll, steckt in einer schwierigen Situation. Ein Ausweg aus der Situation ist nicht offenkundig da. Ja, es mag sein, dass es viele schlechte Optionen gibt. Gar mancher Weg führt nur noch tiefer in die Verwirrung.

Wer fragt: „Was soll ich tun?“ wird sich bewusst, dass er in einer Sackgasse steckt. Die Gedanken fangen an, sich zu drehen. Man geht im Kreis. Man hofft, dass eine Lösung von aussen kommt. Man erwartet einen Rettungsring oder eine Hand, die einen aus der Not befreit.

Seelennot – so könnte man kurz und knapp diesen Zustand umschreiben. Es ist diese Seelennot, die die Zöllner zu Johannes dem Täufer führt. Sie spüren, wir sind von Gott getrennt. Wir sind auf dem falschen Weg. Sie glauben, dass sie so, wie sie sind, nicht vor Gott kommen können. Sie können nicht beten. Sie meinen, Gott würde ihnen nicht „zuhören“. Denn als Zöllner machen sie, was falsch ist vor Gott. Sie gehen auf Irrwegen. Sie fühlen sich getrennt von Gott.

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Du bist ein Ton in Gottes Melodie

Eine Predigt inspiriert von Kurt Mikula „Du bist ein Ton in Gottes Melodie

Du bist ein Ton in Gottes Melodie!

Liebe Tauf- und Segnungsfamilie
Liebe Kinder der zweiten Klasse
Liebe Mitfeiernde von nah und fern

„Du bist ein Ton in Gottes Melodie!“ – dieser Satz steht nicht in der Bibel.

Leider.

Er sollte es. Er hätte es verdient, und er würde hervorragend in die Bibel passen. Denn es ist ein Satz, der in einem einfachen Bild eine tiefe Wahrheit fasst.

Das Bild ist schlicht. Du hast es vermutlich schon längst verstanden.

„Du bist ein Ton in Gottes Melodie! Du gehörst dazu. Du hast deinen eigenen Klang. Du bist an der rechten Stelle. Du bist ein Teil dieser wunderbaren Welt, die Gott komponiert hat. Du bist genau richtig so, wie du bist – ein wunderschöner Klang in einer ganzen Welt voller Töne.“

Du merkst: Du hast das Bild verstanden, das in diesem Satz steckt: „Du bist ein Ton in Gottes Melodie!“

Es ist ein einfaches Bild. Aber nicht flach. Es hat Tiefe. Denk einmal darüber nach. Da gehört noch vieles dazu. Vielleicht erkennt man es nicht auf den ersten Blick und hört es nicht beim ersten Hinhören.

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Ein Segenswort auf die Reise des Lebens

„Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit dein Fuss nicht an einen Stein stösst.“
Psalm 91,11f

Liebe Gemeinde
liebe Tauffamilie
liebes Taufkind

Taufe ist ein besonderer Moment. Besonders dann, wenn das Taufkind kein Baby mehr ist, wie es sonst bei uns Tradition ist, und auch kein kleines Kind mehr ist, sondern ein jugendlicher Mensch auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Du, liebes Taufkind, hast dich als junge Frau ganz bewusst für deine Taufe entschieden. Du sagst damit Ja zu Gott. Du lädst ihn ein, an deiner Seite zu gehen. Er soll zu dir gehören. Du willst zu ihm gehören.

Vorher habe ich dir mit dem Taufwasser ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Für einen kurzen Moment konnte man das Kreuz sehen. Das Wasser hat „geglänzt“. Unsichtbares ist sichtbar geworden. Wer genau hingeschaut hat, konnte sehen: „Du gehörst dazu! Du trägst das Abzeichen dieses Clubs auf der Stirn. Du gehörst zum Verein Gottes.“

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Mein Gott. Dein Gott. Unser Gott

Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott, langmütig und reich an Gnade, und einer, dem das Unheil Leid tut.
Jona 4,2

Liebe Gemeinde

Jona ist zornig. Er ist wütend wegen Gott. In ihm brodelt es: „Alles habe ich getan, wie er es mir aufgetragen hat. Ich wurde sein Prophet. Ich wollte nie Prophet sein. Er gab mir den Auftrag. Es war nie meine Botschaft, die ich verkündete. Habe ich mich getäuscht? Trat Gott nicht mit mir in Beziehung?“

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